Printmedien – Wer liest sie noch?
Printmedien und deren Entwicklung sind eine heiße Sache und die Entwicklung ist sehr interessant zu verfolgen. Die Jungs vom PC Blog Berlin haben zu diesem Thema eine Blogparade gestartet, wo ich doch einfach etwas zu schreiben muss.
Schaue ich erstmal meine eigene Situation an, was Printmedien angeht: Schon in meiner Kindheit, in meinem Elternhaus war es üblich, dass es morgens die Tageszeitung gab und mit meinem Vater bin ich (als ich richtig lesen konnte zumindest) jeden Sonntag zum Bahnhofskiosk gefahren und wir haben uns mit Zeitschriften eingedeckt. Auch was Bücher angeht, war ich immer gut versorgt und darf also von mir sagen, dass ich viel in meiner Kindheit gelesen habe.
Schau ich die momentane Situation an: Single, eigene Wohnung und keine Tageszeitung mehr. Wieso das? Obwohl ich es doch aus meiner Kindheit gewohnt bin. Zum einen, dass ich keine 20 oder 30 Euro für ein Zeitungsabo im Monat zahlen will und zum anderen, weil es die Informationen auch im Internet gibt. Ich würde die Tageszeitung also allenfalls für den Regionalbereich benötigen und selbst den kann ich weitestgehend im Internet nachlesen – Das Wichtigste zumindest.
Was lese ich sonst noch? Momentan nur: T3N, Gee, Making Games (ehemalige Gamestar/Dev), Neon und ab und zu die C’t. Früher las ich diese Zeitungen auch, aber damals noch viel mehr. PM beispielsweise, Geo, Gamestar und viele mehr. Aber das Leben ändert sich und die Technik auch. Durch die Wikipedia und andere Online-Medien kann man auch im Internet qualitativ hochwertige, wissenschaftliche Artikel lesen. Also fallen die Zeitungen alle weg, bis eben auf T3N, Gee, Making Games und Neon. Das sind – zumindest meiner persönlichen Meinung nach – einfach Zeitschriften, die sich online nicht wirklich ersetzen lassen. Ich möchte sie auch unterwegs lesen und anfassen können. Diese 4 Zeitschriften habe ich auch abonniert, weil ich es schade finden würde, wenn diese Zeitungen den Bach runter gehen würden. Weil sie guten Journalismus machen und mir sympathisch sind.
Und dieses „Ich möchte das real lesen können“ dürfte auch die Zukunft der Printmedien sein. Richtig! Printmedien werden auch in Zukunft bestehen bleiben, aber dann als E-Printmedien. Auf elektronischem Papier wird man die ehemaligen Papierzeitungen lesen, Papierzeitung 2.0 also. Von daher finde ich die Aktionen der Printmedien teils völlig übertrieben und unüberlegt. Sie ähnelt dem Verhalten der Musikindustrie, die ebenfalls noch nicht genau weiss, was sie gegen das böse Internet tun soll. Langweilig wird es die nächsten Jahre und Jahrzehnte sicherlich nicht und wir sitzen sogar in der ersten Reihe. Vielleicht entwickelt sich auch alles ganz anders, als wir momentan vermuten. Wer weiss?















